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11. Mai 2017 15:40

Neues Institut bringt Energieforschung voran

Im Gespräch: Professor Jürgen Krahl (Präsident der Hochschule OWL), Sven Plöger (Meteorologe und Keynote-Sprecher) und Professor Thomas Schulte (Institutsleiter iFE). Foto: Schelpmeier

Die Hochschule OWL hat ein drittes Forschungsinstitut: Am 10. Mai 2017 wurde das „Future Energy – Institut für Energieforschung“ (iFE) gegründet. Es bündelt die Kompetenzen von sieben Professuren aus vier Fachbereichen rund um die intelligente Energieversorgung und -nutzung für Quartiere, Mobilität und Arbeitswelt. Grundlage ist eine Förderung mit rund einer Million Euro in der Förderinitiative FH-KOMPETENZ 2016 des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW.

Der 10. Mai 2017 war ein guter Tag für die Energiewende: Nicht nur in Ostwestfalen-Lippe schien ausgiebig die Sonne und ließ die Solaranlagen produktiv arbeiten. Damit gab das Wetter der Gründungsfeier des „Future Energy – Institut für Energieforschung“ (iFE) der Hochschule OWL einen passenden Rahmen. Rund 100 Gäste waren zu der Feierlichkeit auf dem Detmolder Campus der Hochschule zusammengekommen. Institutsleiter Professor Thomas Schulte freute sich über viele Partner aus der Wirtschaft und Mitarbeitende der Hochschule, aber auch über den Landrat, den Detmolder Bürgermeister und die Stellvertreterin des Lemgoer Bürgermeisters. Nicht zuletzt begrüßte er den wissenschaftlichen Beirat des iFE, das nun als drittes Forschungsinstitut der Hochschule OWL einen Beitrag zur Energiewende leisten möchte.

„Das Institut Future Energy zeichnet sich durch etwas aus, das andere nicht haben: Interdisziplinarität“, betonte Hochschulpräsident Professor Jürgen Krahl in seiner Begrüßungsrede. Die fächerübergreifende Zusammenarbeit sei wichtig, denn in der Forschung gehe es zwar „um die Tiefe, aber immer auch um die Breite“. Außerdem hob Krahl die Bedeutung des neuen Instituts für „die wichtigsten Personen an unserer Hochschule“ hervor: die Studierenden. Denn sie sind in allen drei Instituten der Hochschule OWL schon früh in die Forschung mit eingebunden.

Einen Einblick in die Tätigkeit der beteiligten Fachgebiete und des neuen Institutes – das mehr ist als die Summe seiner Teile – gaben Professorin Susanne Schwickert und Professor Johannes Üpping. „Wir möchten das Forschungsprofil der Hochschule voranbringen“, sagte Schwickert, die betonte, dass die Energiewende eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung ist, weshalb das neue Institut funktionierende Partnerschaften braucht: „Wir arbeiten problemorientiert an individuellen Lösungen. Wir haben kompetente Mitarbeitende, sind fair zur Umwelt und zu nachfolgenden Generationen“, sprach sie künftige Kooperationspartner an. „Durch die Verbindung von sieben unterschiedlichen Fachgebieten, wird es möglich interdisziplinäre Lösungen zu erarbeiten. Alle Projektpartner profitieren vom gegenseitigen Know-how“, sagte Üpping.

Ein Vortrag über Wetter, Klima und Energieforschung von Sven Plöger rundete das Redeprogramm ab. Der Meteorologe und TV-Moderator übernahm nicht nur die Verantwortung für das gute Wetter am Tag der Gründungsfeier. Er begeisterte auch das Auditorium mit fundierten Einblicken in sein Fachgebiet, gespickt mit Anekdoten und auch politischen Seitenhieben. „Wir haben eine Erde und brauchen die nachwachsenden Ressourcen von 1,6 Erden – wir sind nicht nachhaltig!“, rechnete der Keynote-Redner vor. „Der Mensch ist gleichzeitig Täter und Opfer seiner eigenen Tat“, fasste Plöger zusammen und betonte: „Der Mensch ist am Klimawandel beteiligt.“ Mit Blick auf die Ziele des Institutes Future Energy und die weltweite Brisanz des Themenkomplexes blickte er in die Zukunft: „Wenn wir die Energiewende in Deutschland gut machen und die Chinesen machen es uns nach – dann haben auch wir ein Stück weit die Welt gerettet!“

Mit seinen Ausführungen gab Sven Plöger viele Impulse für die Gespräche beim anschließenden Empfang, bei dem die Gäste auch mit allen am Institut beteiligten Professorinnen und Professoren in den Austausch treten konnten: Thomas Schulte, Susanne Schwickert, Joachim Dohmann, Georg Klepp, Christian Faupel, Holger Borcherding und Johannes Üpping.

Die Institutsleitung im Interview: https://www.hs-owl.de/hsnews/news/newdetail/news/energieforschung-verbindet-disziplinen.html

Weitere Informationen: www.hs-owl.de/ife

Kontakt: Denise Hohenstein, Leitung der Geschäftsstelle, Telefon 05261 702-5372, E-Mail denise.hohenstein(at)hs-owl.de

Das iFE in den Medien:

Lippische Landeszeitung

Radio Lippe

WDR Lokalzeit OWL (Minute 12:49)