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12. Oktober 2018 10:00

Projektwoche: Wie wollen wir künftig arbeiten?

Das Siegerteam der Projektwoche darf sich über eine zweitägige Reise zur Dutch Design Week freuen. Foto: Ricarda Jacobi

Die Erstsemester aus insgesamt elf Nationen arbeiteten in zehn Gruppen aufgeteilt zusammen. Foto: Maria Jarrous

„Arbeitswelten der Zukunft“ – zu diesem Thema fand Ende September eine Projektwoche für 65 neue Masterstudierende aller Detmolder Studiengänge Architektur, Innenarchitektur und Bauingenieurwesen statt. Passend zum gleichnamigen Thema des Wissenschaftsjahres 2018 ging es bei dem Workshop darum, für das Jahr 2050 Visionen und Konzepte zu erstellen. In Anlehnung an die Workshopwoche 2015 standen dabei fünf Ballungsräume im Vordergrund: Mumbai, Lagos, Bogotà, Berlin und OWL.

Die Erstsemester aus insgesamt elf Nationen arbeiteten in zehn Gruppen aufgeteilt zusammen, jeweils zwei Gruppen behandelten dasselbe Gebiet. Dabei wurden sie begleitet von den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Fachbereichs Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur Thomaz Viera, Verena von Ohlen, Johanna Dorf, Oliver Glahn und Anica Dragutinovic sowie von studentischen Teambegleitern.

Nach einer Zwischenpräsentation vor einer Gruppe von Professoren und den beiden Unternehmenspartnern Schüco sowie Busch und Jaeger wurden die Ergebnisse am Ende der Woche vor einer Jury gepitcht. In der ersten Runde hatten die zehn Teams dabei drei Minuten Zeit, ihre Idee vorzustellen. In der nächsten hatten nur noch fünf Teams die Möglichkeit, ihre Konzepte in sieben Minuten zu präsentieren. In der dritten Runde kämpften die besten zwei Teams gegeneinander und bekamen zur Vorbereitung drei Fragen von der Jury gestellt.

Den Pitch gewonnen hat eine Gruppe, die das Thema anhand der Stadt Lagos bearbeitete. Ihre Vision: „We want Makoko to be the spiritual and technological hub of the planet.” Das Konzept der Gruppe konzentrierte sich hierbei auf die Fragestellung, wie sich die Arbeitsumgebung und das Tätigkeitsfeld ändert, wenn viele der derzeit von den Bewohnern ausgeübten Tätigkeiten automatisiert durch Maschinen und Drohnen bewerkstelligt werden und wie sich die Lebens- und Arbeitsumgebung wandelt, wenn eine direkte Verbindung zur virtuellen Welt hergestellt werden kann. Sie entwickelten eine organische Architektur, speziell auf die Umgebung des auf Wasser gebauten Slums ausgerichtet, die auf Knotenpunkten basiert, über die die Menschen auch außerhalb der virtuellen Umgebung sich vernetzen und interagieren können.

Dabei gab es für die Gewinnergruppe gleich zwei Preise: Die Firma Busch-Jaeger lobte einen Sonderpreis aus. Die Gewinner, die sich vertieft mit dem Thema Smart Home auseinandersetzten, erhielten jeweils Lautsprecher für das „smarte Home“. Darüber hinaus gewannen sie einen gemeinsamen zweitägigen Trip nach Eindhoven zur Dutch Design Week. Im Gewinnerteam waren Yara Menen Fischer, Marisa Spieker, Ahmad Issa, Melanie Ramsay, Dogancan Yilmaz, Juliet Gehring und Wiebke Strathmann. Betreut wurden sie die Woche von Oliver Glahn und Anna Lisa Larbi. Die Jury bildeten Professor Christoph Nolte, Professor Jens-Uwe Schulz, Professor Daniel Arztmann, Professor Winfried Heusler, Professorin Donia Hamndami, Professorin Monika Rode und Thomas Hardenacke von der Firma Busch-Jaeger.

Organisiert wurde die Workshop-Woche hauptverantwortlich von Ricarda Jacobi mit Unterstützung durch das hochschuleigene Institut für Wissenschaftsdialog (IWD) mit Professorin Monika Rode, Kirsten Meyer und Katharina Thies. Weitere Beteiligte: die Dekanate der Fachbereiche Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur sowie Bauingenieurwesen, fünf Professoren, fünf wissenschaftliche Mitarbeiter und fünf Studierende als Teambegleiter.

Das Bielefelder Unternehmen Schüco schließt an die Workshopwoche mit dem Symposium „Zukunft der Arbeit“ vom 22. bis 23. November an. Weitere Infos dazu gibt es hier.