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21. Juni 2018 14:13

Regionaler Salon: Heimat – was ist das?

Der 11. Regionale Salon möchte Aspekten des Heimatbegriffs und seines Bezugs zur räumlichen Umwelt nachgehen. Er findet erstmals mit internationaler Beteiligung statt und stellt Positionen aus der deutschen Planungspraxis die Erfahrungen lateinamerikanischer Kolleginnen und Kollegen gegenüber. Ob und wie dabei Heimat gebaut wird, soll gemeinsam diskutiert werden. Der Regionale Salon findet am 13. Juli 2018 von 9 bis 17 Uhr im Casino-Hörsaal 3.107 statt. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldungen sind ab sofort möglich. 

Heimat – was ist das? Der Begriff scheint nach dem Missbrauch während des Nationalsozialismus spätestens mit der Einführung von Bundes- und Landesministerien gleichen Namens wieder salonfähig geworden zu sein. Können wir ihn heute in der Planung unbefangen verwenden? Der 11. Regionale Salon möchte Aspekten des Heimatbegriffs und seines Bezugs zur räumlichen Umwelt nachgehen.

Er findet erstmals mit internationaler Beteiligung statt und stellt Positionen aus der deutschen Planungspraxis Erfahrungen lateinamerikanischer Kolleginnen und Kollegen gegenüber. Er findet zugleich statt als VII. Foro Urbanismo y Participación (Forum Stadtplanung und Partizipation), das damit erstmalig außerhalb Lateinamerikas stattfindet.

Heimat kann aus der Sicht der Planungswissenschaften vor allem als die Bezeichnung eines Ortes verstanden werden, mit dem sich eine Gruppe von Menschen identifiziert und an deren Werden sie planvoll mitwirken. Heimat hat in diesem Sinn wenig mit künstlerischen oder ästhetischen Vorstellungen zu tun. Heimat ist vielmehr etwas überaus individuelles, von jedem Menschen anders wahrgenommenes. Wer was warum als Heimat bezeichnen möchte, hängt von der individuellen Erfahrung und Sozialisation ab. Dennoch wird die Möglichkeit, Heimat zu erfahren, von kaum einer Berufsgruppe stärker beeinflusst als von Planern und Gestaltern. Ob sie damit Antworten auf die Bedürfnisse der ihre Werke nutzenden Menschen geben können, ist keineswegs ausgemacht. Das Konzept des Human Centered Design (HCD) versucht, durch eine radikale Orientierung auf die Nutzer von Raum deren Wünsche zum Leitfaden planerischen Handelns zu machen - es ist ein denkbarer Zugang zur Planung von Heimat.

Der Regionale Salon stellt im ersten Teil der Konferenz theoretische Positionen und fachliche Haltungen zur Heimat aus Stadtplanung und Landschaftsarchitektur, aus Kulturwissenschaften und Politik vor. Sie werden im zweiten Teil durch Beiträge über informelle Prozesse der Raumproduktion ergänzt, in denen Architekten und Stadtplaner in unterschiedlichen Formaten mit Gruppen der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Ob und wie dabei Heimat entstehen kann, möchten wir gemeinsam diskutieren.

Weitere Informationen hier.

Veranstaltungsort:
Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Campus Detmold, Gebäude 3 (Casino), Raum 3.107
Emilienstraße 45
32756 Detmold

Kontakt:
urbanLab
M.Sc. Julia Krick
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel. +49 5231 769 6376
E-Mail: urbanLab(at)hs-owl.de

Website: www.hs-owl.de/regionalersalon