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29. November 2016 13:42

Schlossrunde 2016: Furchtlos ins digitale Zeitalter

Industrie 4.0 in OWL – unter diesem Motto stand die diesjährige Schlossrunde, die gemeinsam von der Hochschule OWL, der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und dem Kreis Höxter für Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft durchgeführt wird. Professor Stefan Witte von der Hochschule OWL und Professor Jürgen Jasperneite vom Lemgoer Fraunhofer-Anwendungszentrum sowie Wolfgang Marquardt von der OstwestfalenLippe GmbH sprachen über Chancen und Herausforderungen des digitalen Wandels.

Im Konzertsaal „Ackerscheune“ der Abtei Marienmünster fanden sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um sich über Industrie 4.0 zu informieren. Wie wichtig es für den Mittelstand ist, den Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu intensivieren, hob Dr. Ralf Becker, Vizepräsident der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld in seiner Begrüßung hervor. Denn die vierte industrielle Revolution sei gleichermaßen Chance und Herausforderung für den traditionell eher konservativen Mittelstand. „Nicht nur die Vernetzung von Daten, sondern vor allem die Vernetzung von Betrieben untereinander ist zentral, um die Herausforderung zu meistern und Industrie 4.0 als Chance zu begreifen“, so Becker.

Professor Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer der Hochschule OWL zeigte in seinem Vortrag den Fortschritt der Digitalisierung in OWL auf. Denn: „Technologien können Gesellschaften gewaltig mitverändern“, erklärte Witte. „Die digitale Revolution ist ein Tsunami, der alles umwälzt. Umso wichtiger ist es für die Region Ostwestfalen-Lippe, hier gut aufgestellt zu sein.“ Witte gab einen Überblick über die laufenden Projekte und Initiativen in OWL, die Industrie 4.0 vorantreiben, weiterentwickeln und in kleinen und mittleren Betrieben implementieren. „Es nützt nichts, die Technologien einfach nur zu kennen“, stellte Witte klar. „Man muss Innovationen daraus entwickeln, gemäß dem Sprichwort: Man muss es auf die Schienen bringen.“

Anschließend sprach Wolfgang Marquardt, Prokurist bei der OstwestfalenLippe GmbH über Möglichkeiten mittelständischer Unternehmer in OWL, sich bei der Entwicklung von Industrie 4.0-Lösungen für ihre Betriebe begleiten zu lassen. Von reinen Informations- und Demonstrationsangeboten über Qualifizierungsmaßnahmen wie Schulungen bis hin zur Konzeption von Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen reicht die Angebotspalette in OWL. Professor Jürgen Jasperneite, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums Industrial Automation (IOSB-INA) an der Hochschule OWL, stellte am Beispiel der SmartFactoryOWL konkrete Möglichkeiten der Unterstützung vor. Seine Empfehlung an die Unternehmer in OWL lautete ganz klar, die Unterstützungsangebote jetzt anzunehmen, denn Industrie 4.0 bekomme zwar medial sehr viel Aufmerksamkeit, jedoch sähen sich 85 Prozent aller Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitenden als Outsider oder Anfänger, wenn es um die Umsetzung von Industrie 4.0 gehe. Das ist laut Jasperneite ein Problem: „Es wird alles digitalisiert, was nur digitalisiert werden kann. Darum darf Industrie 4.0 kein reiner Marketingbegriff sein, sondern es muss schnell ein echter Transformationsprozess stattfinden.“