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27. November 2017 13:01

Schüler experimentell an BWL herangeführt

Doktorandin Eva Tebbe bei der Ergebnispräsentation

Während des Experiments agierten die Schülerinnen und Schüler anonym

Wie kommunizieren Unternehmen? Und wann bildet sich ein Kartell? Diesen und weiteren betriebswirtschaftlichen Fragen sind Schülerinnen und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Berufskollegs im Rahmen ihrer Projektwoche mithilfe eines Experiments an der Hochschule OWL auf den Grund gegangen.

„Der Tag hat großen Spaß gemacht. Vor allem, dass wir unser Wissen vom Wirtschaftsgymnasium hier anwenden und weiter darauf aufbauen konnten, hat mir gut gefallen“, erklärt der 19-jährige Florian.
Im Vorfeld hatte die Studiengangsgruppe Betriebswirtschaftslehre (BWL) die Organisation des Besuchs im Fachbereich Produktion und Wirtschaft unter der Leitung von Professor Daniel Nordhoff übernommen. Eine Mischung aus Vorlesungen, Übungen und Experimenten ließ die Schülerinnen und Schülern in den Studienalltag eintauchen. In der Betriebswirtschaftslehre geht es um die erfolgreiche Steuerung von Unternehmen. Teil des Studiums sind Aspekte wie Kostenrechnung, Marketing, Controlling, Vertrieb, Statistik oder auch Personalwirtschaft. Nachdem sich die Gruppe des Berufskollegs zunächst zwischen „Bilanzierung von Vermögensgegenständen“ und „Leistungsanreize“ entscheiden konnte, folgte die Teilnahme an einem wirtschaftswissenschaftlichen Experiment.

Für das Experiment wurden die Schülerinnen und Schüler in zwei Gruppen unterteilt: In der einen durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die jeweils ein Unternehmen repräsentierten, untereinander kommunizieren, in der zweiten nicht. Die Aufgabenstellung lautete, „produzierte Güter auf dem Markt zu verkaufen. Dabei gilt, dass die Konsumenten bei dem Unternehmen kaufen, welches den günstigsten Preis anbietet. Das andere, teurer anbietende Unternehmen kann nichts verkaufen. Wenn beide Unternehmen zum gleichen Preis anbieten, werden die Konsumenten gleichmäßig auf beide Unternehmen verteilt.“ Als Startbudget erhielt jeder Proband 120.000 Taler (umgerechnet 4 Euro). Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten im Anschluss ihren Gewinn, der höchste Betrag lag bei 20,50 Euro.

Im Anschluss stellte Doktorandin Eva Tebbe, die das Projekt auch in ihre Forschung einfließen lässt, klar: „Als Volkswirt will man die Wohlfahrt maximieren. Kartelle schaden der Wohlfahrt und deshalb ist es wichtig zu wissen, wie sie funktionieren.“ Die Schülerinnen und Schüler haben am eigenen Beispiel erfahren, wie schnell sich Kartelle bilden und wie erfolgreich sie damit sind, solange sie nicht entdeckt und bestraft werden.

Florian und seine Mitschülerinnen und -schüler waren sich am Ende einig: „Es war sehr interessant, mit Studierenden zu reden, was die Studienwahl definitiv erleichtert.“

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