Verweis zur Startseite der Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Servicenavigation

News

22. Januar 2018 13:43

Studierende stellen in Kölner Museum aus

Die Installation „Play to the Gallery“ macht das Unsichtbare sichtbar und rückt das System in den Fokus. Foto: Jung.de/Henrik Schipper

Die Studierenden des Fachbereichs Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur arbeiteten unter der Leitung von Professor Ulrich Nether und Ricarda Jacobi. Foto: Jung.de/Henrik Schipper

Ihre Premiere erlebte die Installation im Kölner Museum für Angewandte Kunst. Foto: Jung.de/Henrik Schipper

Der Schalter LS 990 machte das Unternehmen Jung in den 1960ern zu einem Pionier seines Faches: Er ist quadratisch, auf das Wesentliche reduziert und der erste flächige Schalter, der sich mittlerweile längst zum Standard etabliert hat und tagtäglich zigfach betätigt wird. Unter der Leitung von Professor Ulrich Nether und Ricarda Jacobi hat sich Jung gemeinsam mit dem Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur dem System Schalter nun auf unkonventionelle Weise genähert.

Entstanden ist eine Installation, die als Teil der Ausstellung „Stylepark Selected at MAKK“ im Kölner Museum für Angewandte Kunst mit der offiziellen Eröffnungsveranstaltung der imm cologne am 15. Januar ihre Vor-Premiere feierte.

Der Schalter, der Stromkreis, das Licht, der Klang – sie alle sind Teil eines Systems, bedingen und ergänzen sich zu einem großen Ganzen. Die Installation „Play to the Gallery“ macht das Unsichtbare sichtbar und rückt das System, die Verknüpfung und den Zusammenhalt in den Fokus. Das Gemeinschaftsprojekt der Master-Studierenden Sarah Gmelin, Marielle Kanne, Mona Makebrandt und Marisa Spieker wurde erstmals der Öffentlichkeit präsentiert – mit interaktiven Elementen, die zum Ausprobieren animierten. Zentraler Teil der Installation war ein Schalter, der auf einem Bildschirm befestigt war. Wird dieser durch einen Besucher betätigt, wird ein Foto mit Langzeitbelichtung ausgelöst. Dabei wird die ablaufende Zeit am Bildschirm angezeigt; ein Lichtband weist unterdessen den Weg zur Kamera. Das in Vogelperspektive aufgenommene Foto hält so das Zusammenspiel zwischen Mensch und System fest.

Die komplette Installation bietet anlässlich der Mailänder Design Week 2018 (17. bis 22. April 2018) und parallel zur diesjährigen Mailänder Möbelmesse in Brera auf spielerische Weise Gelegenheit, selbst in das System einzugreifen – dank einer Schaukel, die mit ihrer dreigeteilten Form einen Tastsensor nachahmt, eines Karussells, das durch ein geteiltes Quadrat einen Serienschalter imitiert, und einer Wippe, die in ihrer Bewegung an einen Wippschalter erinnert. Werden die Spielgeräte genutzt, beginnen sie zu leuchten und lösen darüber hinaus eine eigens von dem Klangkünstler Stéphane Clor für das Projekt entwickelte Klangfolge aus, die durch die Bewegungsrhythmen beeinflusst werden.

Das Projekt findet im Rahmen der Factory der DesignDialogeDetmold statt, einem neuen transfer-orientierten Format unter Leitung von Ulrich Nether. Dabei arbeiten Unternehmen oder Institutionen in Realisierungsprojekten mit Studierenden und Lehrenden des Fachbereichs Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur zusammen. Unterstützt wird es durch die von Ricarda Jacobi geleitete Campusagentur.

Weitere Info: www.designdialogedetmold.de