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25. September 2018 11:12

Trauerbewältigung – die schwere Zeit danach

Maira Stork studiert an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe Medienproduktion. In ihrem Buch „Seitdem ist alles anders: Wegweiser nach dem Suizid eines Angehörigen“ beschäftigte sie sich kreativ mit ihrer Trauer.

Wenn ein Mensch stirbt, ist das nie einfach. Es gibt keinen Ratgeber, in dem steht, wie man damit „richtig“ umgeht. Nachdem die Mutter von Maira Stork Suizid beging, suchte sie einen Weg, mit der Trauer umzugehen. Diesen fand sie in einer kreativen Auseinandersetzung im Zuge ihres Studiums der Medienproduktion an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Die Montagsreihe widmet sich am 1. Oktober um 18 Uhr dem Thema der Trauerbewältigung mit einer Lesung aus Maira Storks Buch „Seitdem ist alles anders: Wegweiser nach dem Suizid eines Angehörigen“.

Trauer nach einem Suizid: Schock, Wut, langsames Begreifen, das Umgehen mit wohl nie zu beantwortenden Fragen, Schuldgefühle und häufig Scham – mit all dem sind Menschen konfrontiert, in deren Umfeld sich jemand das Leben genommen hat. Maira Stork verlor ihre Mutter durch Suizid. Seitdem setzt sie sich intensiv mit der Trauerbewältigung auseinander, besonders auf kreativer Ebene. „Insgesamt habe ich mich in drei Arbeiten während meines Studiums mit der Trauerbewältigung beschäftigt und auch das Buch geschrieben. Dieses mediale Verarbeiten hat mir geholfen, meine Gedanken und Gefühle auszudrücken. Das war und ist auf jeden Fall ein wichtiger Teil meiner Trauerbewältigung“, erzählt Stork. Die 27-Jährige hat während ihres Trauerprozesses festgestellt, wie wichtig der Austausch mit anderen ist. Daher möchte sie über dieses Buch ihre Geschichte mit anderen Betroffenen teilen und ihnen helfen, ihren Trauerprozess aktiv zu bestreiten. Autobiographisch schildert sie in ihrem Buch „Seitdem ist alles anders: Wegweiser nach dem Suizid eines Angehörigen“ ihre Erfahrungen, geht durch die verschiedenen Phasen, die ein Trauernder erlebt, und ermuntert dazu, eigene Gedanken zuzulassen, festzuhalten und den eigenen Trauerprozess zu reflektieren.

In der ersten Montagsreihe des Instituts für Wissenschaftsdialog nach der Sommerpause liest sie ausgewählte Passagen aus ihrem Buch und steht im Anschluss für Gespräche zur Verfügung.

Institut für Wissenschaftsdialog

Das Institut für Wissenschaftsdialog (IWD) der Hochschule OWL befasst sich vor allem mit dem Dialog zwischen wissenschaftlichen Disziplinen wie auch mit der Gesellschaft und der Kultur. Die Montagsreihe widmet sich monatlich gesellschaftlich und wissenschaftlich relevanten Themen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen. Eingeladen sind neben Studierenden und Beschäftigten der Hochschule OWL auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Die Veranstaltung auf einem Blick:

Was?

Montagsreihe zum Thema „Seitdem ist alles anders: Wegweiser nach dem Suizid eines Angehörigen“

Wann?

1. Oktober 2018, 18 Uhr

Wo?

Institut für Wissenschaftsdialog (IWD), Centrum Industrial IT (CIIT2), Raum 12.201 (Gebäude 12), Campus Lemgo der Hochschule OWL

Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.