Verweis zur Startseite der Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Servicenavigation

News

23. Februar 2018 10:10

Weiterbildung geht unter die Haut

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitierten von der modernen Ausstattung des Biologielabors am Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung. Alle Fotos: Mathias Lohr

20 Gäste waren nach Höxter gereist, um sich rund um Libellenlarven weiterzubilden.

Aus den Libellenarten, die ein Gewässer zur Fortpflanzung nutzen, lassen sich Aussagen über die Bedeutung dieser Lebensräume treffen.

20 Fachleute aus ganz Deutschland haben sich in an der Hochschule OWL in Höxter rund um Libellenlarven und deren Häute weitergebildet. Die jährliche Veranstaltung fand zum 22. Mal statt – künftig soll das Fortbildungsangebot des Fachbereiches Landschaftsarchitektur und Umweltplanung weiter ausgebaut werden.

Die Ökologie und die Bestimmung von Libellenlarven und -exuvien standen am 17. und 18. Februar 2018 im Mittelpunkt eines Wochenendseminars am Standort Höxter. Bereits zum 22. Mal leitete Dr. Mathias Lohr vom Fachgebiet Landschaftsökologie und Naturschutz diese Veranstaltung, die sich vorrangig an Berufstätige und Ehrenamtliche aus dem Naturschutz richtet und gleichzeitig Studierende und Alumni der Hochschule OWL anspricht. Die 20 Teilnehmenden kamen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Höxter – neben Nordrhein-Westfalen waren in diesem Jahr beispielsweise auch Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern vertreten. „Das Biologie-Labor des Fachbereichs Landschaftsarchitektur und Umweltplanung bietet für die Bestimmung der Exuvien modernste technische Voraussetzungen, zu denen die digitale Übertragung des Stereomikroskopbildes auf die Leinwand gehört“, erklärt Lohr die Anziehungskraft des Seminars.

Exuvien? Das sind die Larvenhäute, die die Libellen nach ihrer Verwandlung von der Larve zum Geschlechtstier am Ufer hinterlassen. Anhand dieser Häute können Landschaftsplaner, Biologinnen und Ökologen bestimmen, welche Libellenarten ein Gewässer zur Fortpflanzung nutzen. Daraus lassen sich Aussagen über die naturschutzfachliche Bedeutung dieser Lebensräume treffen. „Gewässerschutz, -renaturierung und -entwicklung haben durch die europäische Wasserrahmenrichtlinie einen hohen Stellenwert in der Planungspraxis von Landschaftsarchitekten erreicht. Dem werden wir mit dem Fortbildungsangebot gerecht“, sagt Professor Ulrich Riedl, der das Fachgebiet Landschaftsökologie und Naturschutz leitet.

Das Wochenendseminar ist Teil eines Weiterbildungskonzeptes für die Vermittlung von Biodiversität am Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, bei dem sich Studierende, Alumni, Berufstätige und Ehrenamtliche zu Themen rund um den Naturschutz und die Artenvielfalt fortbilden können. Partner der Veranstaltung sind die Natur- und Umweltschutzakademie NRW und die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW. Aktuell arbeitet der Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung daran, solche Angebote weiter auszubauen.

Kontakt: Dr. Mathias Lohr, Telefon 05271 687-7940, E-Mail mathias.lohr@hs-owl.de