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09. November 2017 12:56

Wie kommt die Gebrauchstauglichkeit in die Maschine?

Professor Sven Hinrichsen eröffnete die Veranstaltung.

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung gefolgt.

Um sich zu Fragen rund um Ergonomie und Arbeitsgestaltung im Kontext technologischer Veränderungen auszutauschen, kamen rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft auf den Campus der Hochschule OWL. Die Veranstaltung bildete den Auftakt der Reihe „Fachdialog ProErgo“ – nächster Termin ist am 21. November.

Die Veranstaltungsreihe wird vom Forschungsschwerpunkt ProErgo der Hochschule OWL gemeinsam mit dem OWL Maschinenbau e.V. durchgeführt. In seinem einführenden Vortrag machte Professor Sven Hinrichsen als Sprecher des Forschungsschwerpunktes deutlich, dass menschengerechte und wirtschaftliche Arbeitsgestaltung „Hand in Hand“ gehen. Dabei gebe es insbesondere in der Investitionsgüterbranche zum Teil deutliche Verbesserungspotenziale im Hinblick auf Produkte und Prozesse. So müsse das Thema der Ergonomie auf unterschiedlichen betrieblichen Ebenen betrachtet werden – von der Mikroebene, etwa der Gestaltung einzelner Stellteile oder Bildzeichen, bis zu ergonomischen Richtlinien und Standards im Produktentstehungsprozess auf einer Makroebene. Zu jeder der insgesamt fünf Ebenen stellte Professor Hinrichsen konkrete Umsetzungsbeispiele aus dem Forschungsschwerpunkt vor.

Daniel Riediger, Koordinator des Forschungsschwerpunktes, ging in seinem Vortrag auf die unterschiedlichen Methoden ein, mit der „die Gebrauchstauglichkeit in die Maschine“ kommt und zeigte verschiedene Umsetzungsbeispiele auf. Professor Franz-Josef Villmer stellte zunächst die eindrucksvolle Entwicklung der additiven Fertigungstechnologien heraus, um dann auf die künftigen Herausforderungen bei der technologischen Weiterentwicklung einzugehen. Dabei spiele insbesondere im Postprocessing die Ergonomie eine besondere Rolle. Er verwies auch auf eine im Forschungsschwerpunkt ProErgo durchgeführte Studie zu den ergonomischen Verbesserungspotenzialen in der additiven Fertigung.

Die nächsten Veranstaltungen im Rahmen des Fachdialogs ProErgo finden am 21. November und 5. Dezember jeweils um 17 Uhr in der SmartFactoryOWL statt. Weitere Informationen zur Anmeldung und zu den Inhalten gibt es hier.

Zum Forschungsschwerpunkt ProErgo
ProErgo – „Ergonomische Gestaltung von Produktionsmaschinen und Arbeitsprozessen im Kontext der Industrie 4.0“ ist ein im Jahr 2013 gegründeter und vom Land Nordrhein-Westfalen anerkannter Forschungsschwerpunkt der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Ziel des Forschungsschwerpunktes ist es, gemeinsam mit Herstellern, Betreibern und Nutzern von Produktionsmaschinen und -einrichtungen innovative ergonomische Standards zu erforschen und zu erproben. Darüber hinaus werden Methoden (weiter-)entwickelt, die den Prozess der ergonomischen Gestaltung – von der Produktidee über Konzepte und Prototypen bis hin zur Realisierung – unterstützen.