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Prof. Dr. Susanne Schwickert,
Bauphysik und Technischer Ausbau
+49(0) 5231 769 6182
susanne.schwickert(at)hs-owl.de

Denise Hohenstein, M.A.
Geschäftsstelle Future Energy
+49(0)5261 702 5372
denise.hohenstein(at)hs-owl.de

Detmolder Bauphysiktag 2018

Prof.'in Susanne Schwickert eröffnet den Detmolder Bauphysiktag 2018. Foto: iFE.
Rund 150 Expertinnen und Experten besuchten die Veranstaltung. Foto: iFE.
Die Referenten des Detmolder Bauphysiktages 2018 zusammen mit der Initiatorin Prof.'in Susanne Schwickert (m.): Prof. Johannes Üpping (iFE/HS OWL), Christoph von Lindenfels (dena), Prof. Christoph Geyer (FH Bern, CH), Carolin Bruns (Jade Hochschule), Bestian Neuhaus (ON.Ingenieurbüro), Klaus Michael (Niedrig Energie Institut), Dr. Diana Wiedemann (Grundmann+Wiedemann Architekten), Oliver Glahn (iFE/ HS OWL), Frank Eßmann (tha-Ingenieurbüro Eßmann) (v.l.). Foto: iFE.

Historische Gebäude energieeffizient, schadensfrei und anspruchsvoll gestaltet zu sanieren, das war das Thema  des dritten Detmolder Bauphysiktages. Dazu waren am Donnerstag, den 15. Februar 2018 knapp 150 Expertinnen und Experten auf den Detmolder Campus der Hochschule OWL gekommen. 

„Es wird immer noch zu viel an Neubauten gedacht“, kritisierte Prof. Dr.-Ing. Susanne Schwickert, die zu der Tagung eingeladen hatte. Dabei gehe es bei der Altbausanierung darum, vorhandene Bausubstanz zu erhalten. Dabei sind die Anforderungen an die Planer in den letzten Jahren erheblich gestiegen: Neben den bauphysikalischen Anforderungen an die Ziele der Altbausanierung, spielen beispielsweise auch die Erwartungen der Gebäudenutzer eine zunehmend wichtige Rolle. Planer bewegten sich hier stets im Spannungsfeld zwischen der Erfüllung klimaschutzgerechter Sanierungsstandards und dem Wunsch nach „Architekturschutz“. Gerade bei historischen Gebäuden birgt eine unzureichende Planung erhebliches Schadenspotential. Neben dem wirtschaftlichen Schaden droht der Verlust von Bausubstanz von hoher gesellschaftlicher und kultureller Bedeutung. Die Bauphysik sei dabei die Schlüsseldisziplin zu qualitativ hochwertigen, schadensfreien Sanierungen. Aus Sicht der Forscherinnen und Forscher ergäbe sich daraus eine Vielzahl an Themen.

Der Gebäudebestand in Deutschland umfasst 21 Millionen Altbauten, mehr als 85 Prozent hiervon seien reine Wohngebäude. 40 bis 60 Prozent Energieeinsparung sei nach einer Sanierung von historischen Gebäuden möglich, wie Dr.-Ing Diana Wiedemann (Grundmann+Wiedemann Architekten, Freiburg) ausführte. „Jeder Neubau ist eine Zusatzbelastung“, sagte auch Klaus Michael (Leiter des Niedrigenergieinstituts Detmold). „Wir sollten so viele Altbauten sanieren, dass wir die Neubauten verschmerzen können.“ Bei der Dämmung eines Gebäudes sei die Kellerdecke eine Potential, das oft unterschätzt werde. Hinzu komme, dass Kellerabgänge oft undicht seien.

Ob Schlagregen oder Lichtdichtheitsmessungen, nachträgliche Verfugungen in historischem Mauerwerk oder Schallschutz von Holzbalkendecken – erfahrene Referentinnen und Referenten aus Praxis, Forschung und Lehre stellten eine Auswahl von innovativen Ansätzen, wissenschaftlichen Erkenntnissen, ingenieurtechnischen Verfahren und allgemein anerkannten Regeln der Technik vor, die für die praktische Arbeit vor Ort relevant und hilfreich sind.