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12. Juni 2017 17:06

Einsatz von Sensorfusion in der Lebensmittelbranche: Reger Austausch beim zweiten "Lebensmitteil-4.0-Frühstück"

Sensorfusion (Symbolbild, inIT)

Prof. Dr.-Ing. Volker Lohweg

Teilnehmerrunde

Die Sensor- und Informationsfusion umfasst Methoden, um Daten aus unterschiedlichen Sensoren oder Informationsquellen mit dem Ziel zu verknüpfen, Aussagen höherer Qualität über einen Zustand, z. B. eines Produktes oder einer Anlage zu erhalten. Dieser Ansatz soll zukünftig für die immer komplexer werdenden Prozesse der Lebensmittelbranche genutzt werden. Ein potentieller Einsatzbereich ist die Qualitätssicherung. Fusionierte Inline-Messsysteme böten die Möglichkeit, den Prozess kontinuierlich zu überwachen. Somit wäre es möglich, frühzeitig Abweichungen zu erkennen und durch intelligente Systeme Fehler automatisch zu beheben. „Prozesse werden dadurch flexibler, stabiler und effizienter“, erklärt Professor Lohweg den Teilnehmern.

Professor Lohweg zeigte in seinem Vortrag weitere Einsatzgebiete der Informationsfusion auf. Von der permanenten Qualitätsabbildung während des Produktionsprozesses über individualisierte Haltbarkeitsvorhersagen bis hin zur online Qualitätsverfolgung bieten sich viele weitere Anwendungsfelder. Um deren Potentiale voll zu erschließen, „bedarf es einer Zusammenführung unterschiedlicher Wissensquellen wie Branchenexperten und Wissenschaftlern - in diesem Fall eine Informationsfusion im klassischen Sinne“, erläutert Lohweg. So lassen sich zukünftig Herausforderungen des immer komplexer werdenden Produktionsaltages mit Hilfe von Informationsfusion meistern. 

Das Frühstück mit dem Schwerpunkt „Sensorfusion – auf dem Weg zur Qualitätssicherung 4.0“ war das zweite Treffen einer Veranstaltungsreihe zu Themen der Digitalisierung in der Lebensmittelbranche. Die unter dem Namen „Lebensmittel-4.0-Frühstück“ stattfindenden Treffen werden gemeinsam vom ILT.NRW und der Food-Processing Initiative e.V. im Rahmen des Projektes „Lebensmittel 4.0“ durchgeführt. Der Fokus dieses Projektes liegt auf der zukunftsgerechten Implementierung digitaler Transformationsprozesse von der Lebensmittelproduktion bis zum Verbraucher. Ziel ist die Identifizierung und Bewertung der Digitalisierungspotenziale für Unternehmen.

Weitere Informationen zum Projekt: Lebensmittel 4.0

Weitere Termine:
04. September: Assistenzsysteme, Beispiel: Datenbrillen

11. September: Food Defense und Lebensmittelsicherheit

Zielgruppe:

Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen der Lebensmittelproduktion und von Technologie-Anbietern.

Ansprechpartner:

Dr. Sabine Brunklaus, ILT.NRW
Email:sabine.brunklaus(at)hs-owl.de 
T:+49(0)5261-702-5087                                                          

Norbert Reichl, FPI e.V.
Email: norbert.reichl(at)foodprocessing.de
T:+49(0)521 98640-0