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30. Oktober 2018 13:15

Beim Schnapsbrennen die Energiewende im Blick

Sie forschen an der Hochschule OWL an der klimafreundlichen Nutzung von Kohlenstoffdioxid aus der Getränkeproduktion – von links: Professor Jan Schneider, Marc Hoffarth, Professor Klaus Heikrodt, Verena Kindsvater und Timo Broeker

Mit Windrädern und Sonnenkollektoren alleine lässt sich die Energiewende nicht umsetzten-Fortschritte benötigt die Wissenschaft vor allem bei der Speicherung der Energie: "Schon heute müssen beispielsweise Windräder häufig abgeschaltet werden, weil die Stromnetze überlastet sind. Dadurch und durch Drosselungen in konventionellen Kraftwerken entstehen Ausfallzahlungen, die die Kosten bei der Stromerzeugung in die Höhe treiben", erklärt Timo Broeker, wissenschftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Getränketechnologie der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Er und seine Kollegen arbeiten im neu gestarteten Forschungsprojekt "bio CO2nvert" daran, die Energiewende zu unterstützen.

Die Idee: Strom aus Wind- und Sonnenenergie wird per Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt. Dieser wird mit Hilfe von Kohlenstoffdioxid in Erdgas überführt. Dieses Gas kann mit bestehender Infrastruktur gespeichert werden. Kohlendioxid entsteht bei der alkoholischen Gärung-etwa bei der Herstellung von Spirituosen oder Bier, aber auch bei der Bioethanolproduktion, das dem Kraftstoff beigemischt wird. Partner im Projekt ist unter anderen die Südzucker AG. "Südzucker betreibt große Bioethanolanlagen. Die Verwertung des Kohlenstoffdioxids verbessert die Klimabilanz der Produktion - und im besten Fall auch die Bewertung des Produktes Bioethanol", erklärt Timo Broeker.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.