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Lebensmittelchemie und Kaffeetechnologie

Das Fachgebiet der Lebensmittelchemie und Kaffeetechnologie steht unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Zapp. Die Forschungsgebiete des Fachgebiets umfassen die klassische chemische Analytik von Lebensmitteln, Futtermitteln und Bedarfsgegenständen sowie eine weite Spanne der instrumentellen Analytik.

Schwerpunkte werden dabei auf Trennmethoden, wie Gas- und Flüssigkeitschromatographie (GC, HPLC, IC) und spektroskopische Methoden, wie Atomabsorptionsspektroskopie, NIR und Photometrie gelegt. Die Gaschromatographen sind mit verschiedenen Detektoren (ECD, FID, MSD) sowie  automatisierten Probeaufgabesystemen (Headspace, Flüssiginjektion, SPME) ausgerüstet. Die Flüssigchromatographen sind mit verschiedenen Detektoren (UV-VIS, ECD, RID, DAD, FLD) sowie mit manuellen und automatisierten Probeaufgabensystemen ausgestattet. In der Atomabsorptionsspektroskopie werden F-AAS, Et-AAS, Kaltdampf- und Hydridtechnik eingesetzt. Die Probenaufgabe erfolgt automatisiert und manuell. Zur Ausstattung gehören ebenfalls verschiedene UV-VIS Photometer, potentiometrische Meßgeräte (Leitfähigkeitsmessgeräte, pH-Meter, automatische Titratoren) und Rancimat zur Durchführung von Fettstabilitätstest.

Das zentralchemische Labor bietet eine Vielzahl an auftragsanalytischen Untersuchungen an. Insbesondere werden Konservierungsstoffe, Speiseöle und Duftstoffe, sowie diverse andere lebensmittelrelevante Parameter untersucht. Die Kooperation des Labors mit den anderen Forschungsgebieten des ILT.NRW sowie des gesamten Fachbereichs Life Science Technologies besteht in der Unterstützung der unterschiedlichen Projekte auf dem gesamten Gebiet der Analytik.

Eine besondere Expertise besteht in der Spurenanalytik von Weichmachern („endokrine Disruptoren“) wie Phthalaten und Bisphenol A in Verpackungsmitteln, Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen. Dazu wurde eine extrem schnelle und dennoch nachweisempfindliche Trennmethode entwickelt. Validierte Anreicherungsverfahren erlauben den Nachweis kleinster Spuren von Phthalaten beispielsweise in Trink- und Oberflächenwässern.

Im Bereich der Analytik funktioneller Lebensmitteinhaltsstoffe wird in Kooperation mit dem BUND-Lemgo wird ein Polyphenol-Screening alter Apfelsorten durchgeführt um auf mögliche Unverträglichkeiten rückschließen zu können.

Das Kaffeetechnologie-Labor ist mit unterschiedlichen Trommel- und Wirbelschichtröstanlagen sowie physikalisch-chemischer Analyseeinrichtungen ausgestattet. Im Rahmen von industriellen Forschungskooperationen werden unterschiedliche Röstverfahren untersucht und die Kaffeeerzeugnisse hinsichtlich physikalisch-chemischer sowie sensorischer Qualitätsparameter untersucht. Auch soziokulturelle und gesundheitliche Aspekte werden dabei betrachtet.

Ein Schwerpunkt stellt die Analytik von Funktionellen Inhaltsstoffen, insbesondere die Analytik von Antioxidantien aus Genussmitteln wie Tee und Kaffee aber auch aus anderen pflanzlichen Materialien ein stets aktuelles Forschungsthema. Umweltrelevante Themen wie die Reduzierung von Geruchsemissionen und die Reinigung von Abluftströmen aus der Lebensmittelproduktion sind Teil der Forschung. Aktuell wird in einem Forschungsverbund mit mehreren KMU’s und einem großen Unternehmen der Kaffeebranche das Verfahrensprinzip der katalytischen Oxidation von Abluft mit Ozon weiterentwickelt und im industriellen Maßstab etabliert.

Wenn Sie mehr über diese Themen erfahren möchten, können Sie sich direkt an Prof. Zapp wenden.