Abschlussarbeiten

Entwicklung eines RFID-Systems mit PROFINET IO-Schnittstelle und Erprobung an einer robotergestützten Fließbandapplikation

Autor : Christoph Rotter
Betreuer : Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite
Typ : Diplom
Forschungsbereich : weitere Projekte
Kurzbeschreibung :

In dieser Diplomarbeit wurde der Einsatz von Radio Frequency Identification (RFID) an einem, im netLAB der Fachhochschule Lippe und Höxter vorhandenen robotergestützten Prozess der diskreten Fertigungstechnik praktisch erprobt. Werkstücke wurden mit RFID-Transpondern ausgestattet, die zum Beispiel Angaben über Art, Ziel und Zustand des Werkstücks enthielten. An der Förderstrecke des Demonstrators wurde ein RFID-Lese-/Schreibgerät platziert, mit dem die Daten der RFID-Transponder inline, d.h. während des Werkstücktransportes, gelesen, beschrieben und anschließend von einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) ausgewertet werden konnten. Die Steuerung entschied aufgrund der RFID-Informationen daraufhin über die weitere Prozessführung.

Aufgabe der Diplomarbeit war es, für das RFID-System selbst ein Konzept zu suchen, welches eine möglichst einfache Integration in ein späteres Gerätekonzept ermöglicht. Für die Integration der Informationen der RFID-Transponder in das Automatisierungssystem wurde eine PROFINET IO-Schnittstelle realisiert. Hierbei musste eine datentechnische Modellierung der RFID-Informationen auf das Applikationsmodell von PROFINET IO erfolgen.

Nach einer Marktanalyse wurde für das RFID-System ein RFID-Lese-/Schreibgerät der Firma FEIG ELECTRONIC GmbH gewählt. Zur Realisierung der PROFINET IO-Schnittstelle diente ein Hilscher netX Netzwerk-Controller sowie eine Vorabversion des PROFINET IO-Software-Stacks.

In der, für die praktische Erprobung entwickelten Testapplikation werden die Transponderdaten vom RFID-Lese-/Schreibgerät ausgelesen. Nach der Auswertung und Bearbeitung durch den netX werden die Daten wieder auf den Transponder geschrieben. Dieser Ablauf geschieht während das Werkstück auf einem Förderband die Antenne passiert. Der netX sendet den erhaltenen Status des Werkstücks über PROFINET an die SPS. Diese lässt das Werkstück auf Grund des Status an eine definierte Position verfahren.

Datei : Kurzfassung.pdf