Engineering und Konfiguration

Die heutigen sich schnell wandelnden Märkte erfordern sich schnell wandelnde Produkte, und sich schnell wandelnde Produkte erfordern anpassungsfähige Fertigungsanlagen. Aus diesem Grund wurde im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus das sogenannte Plug-and-Produce-Paradigma (PnP) entwickelt. Heutzutage stellen die Automatisierungssysteme für PnP zunehmend einen Engpass dar. Jeder Anlagenbau und jede Rekonfiguration erzeugt einen hohen Engineering-Aufwand zur Anpassung des Automatisierungssystems. Die Hauptgründe hierfür sind die statischen und vorgeplanten Softwarestrukturen innerhalb des Automatisierungssystems. Als Lösung bieten sich modulare, selbstorganisierende Softwarestrukturen in Kombination mit intelligenten Assistenzsystemen an. In verschiedenen Projekten werden entsprechende Ansätze und Engineering-Werkzeuge entwickelt.

Wie in der Abbildung zu sehen ist, beinhalten diese Lösungsansätze folgende Schritte:
Anhand einer bestimmten Produkt- und Prozessbeschreibung wird das Automatisierungssystem mit Hilfe von intelligenten Assistenzsystemen geplant und konfiguriert. Diese Systeme unterstützen den Anwender bei Konfigurations- und Planungsaufgaben. Die PnP-Lösungen versuchen hierfür, das menschliche Konfigurations- und Automatisierungswissen durch Regeln, Semantik und Ontologien zu formalisieren. Soll eine Anlage und damit ein Automatisierungssystem entstehen oder verändert werden, wird eine Plug-and-Produce-Lösung angestrebt, d.h. dass der manuelle Engineering-Aufwand auf ein Minimum beschränkt werden soll. Das bedeutet, dass mit Hilfe des Assistenzsystems unter minimalem manuellen Engineering-Aufwand eine optimale Strategie für eine jeweils passende Automatisierungslösung entwickelt wird.

Professor

Prof. Dr. Oliver Niggemann
E-Mail: oliver.niggemann(at)hs-owl.de
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Fax: +49 (0) 5261 - 702 2409

Prof. Dr. Jürgen Jasperneite
E-Mail: juergen.jasperneite(at)hs-owl.de
Phone: +49 (0) 5261 - 702 2401
Fax: +49 (0) 5261 - 702 2409