Projekte

smartBN:
Intelligenter Schutz im Zahlungsverkehr durch smarte Banknoten

Projektlaufzeit: 1.5.2016 bis 30.4.2019 (Laufend)
Forschungsbereich: Industrielle Signalverarbeitung : Mustererkennung
Projektleiter: Dr. rer. nat. Helene Dörksen , Prof. Dr.-Ing. Volker Lohweg


  

Hintergrund des FuE-Projektes „Intelligenter Schutz im Zahlungsverkehr durch smarte Banknoten“ (smartBN) und zugrunde liegende Problemstellung

 

Ziel des hier vorgeschlagenen Forschungsprojektes smartBN ist es, einen Beitrag zur Realisierung einer „smarten Banknote“ (sBN) zu leisten. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht dabei neben dem Themenfeld „sicheres und anonymes Bezahlen mit Bargeld“ ein Innovationssprung für die Prozesskette im Lebenszyklus einer Banknote. Banknoten sind wegen ihrer Zuverlässigkeit, ihrer Anonymität und der Authentizität beim Bezahlvorgang beliebt und deswegen weltweit akzeptiert und verbreitet. Das System ist sehr robust gegenüber dem Ausfall von IT-Infrastruktur wie z.B. bei Störungen, Naturkatastrophen oder terroristischen Anschlägen. Die Verwendung von Bargeld wird u.a. von der Europäischen Zentralbank (EZB) gestützt.

Die jährlichen Bereitstellungskosten für den Banknotenumlauf, von der Produktion bis zur Vernichtung, betragen allein in Europa ca. 90 Mrd. EUR. Ein Innovationssprung in dieser Prozesskette wäre die Realisierung einer „smarten Banknote“ (smartBN), die sicherer wäre und die Lebensdauer einer Banknote verlängert. Alternative eMoney-Zahlsysteme können bislang Bargeldeigenschaften nicht ersetzen.

 

Projektidee, geplanter Lösungsansatz und mögliche Ergebnisse

Forscher am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL forschen gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung daran, neue smarte Banknoten zu kreieren, die intelligent sind und über aufgedruckte, dynamische Steuerelemente ein eigenes digitales Produktgedächtnis erzeugen können. Solange die Banknoten im Umlauf sind, speichern sie darin unterschiedliche Informationen, die weltweit abrufen werden können. Diese Elemente können Konsumenten und Automaten zur Bestätigung der Echtheit nutzen. Erreicht werden soll dies durch den Einsatz neuer Materialien bei der Banknotenherstellung sowie durch neuartige Algorithmen, die diese Banknoten mit einer (teil)aktiven lokalen Intelligenz ausstatten. Ziel des Projektes ist ein signifikanter sicherheitserhöhender Mehrwert einer Banknote. Die zu erforschende Systematik könnte später auch bei anderen Wertpapieren wie Schecks, Tickets, Coupons oder bei Verpackungen angewandt werden.

 

Nutzen für die Hochschule Ostwestfalen-Lippe: wissenschaftliche und wirtschaftliche Relevanz

In diesem neuartigen Forschungsansatz werden sensorische Detektions-/Aktivierungs- und Authentifikationsverfahren und physiko-chemischen Ansätze zur Altersbestimmung und Codierung erforscht und entwickelt. Das Forschungsvorhaben weist große Anwendungsnähe, wirtschaftliches Potential und hohes wissenschaftlich-technisches Niveau auf. Das Projekt ergänzt und stärkt die Kompetenzfelder Sicherheitstechnologien und Optische Dokumentensicherheit am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT), da industrielle Informationstechniken und Sicherheitsaspekte eine zunehmende Bedeutung im Kontext der „Digitalen Transformation / Industrie 4.0“ bekommen.

 

Nutzen für die Praxispartner und weitere Dritte

Die Hochschule OWL wird mit den empfangenen Fördermitteln interdisziplinäre Forschungsarbeit betreiben. In Kooperationen mit den Industriepartnern Koenig & Bauer (KBA) und Wincor Nixdorf (WN) sollen Hard- und Soft-Sensoriken und Aktuatoriken/Aktivierungssysteme realisiert werden. Eine entsprechende Marktumsetzung ist somit gesichert. In Kooperation mit dem Institut für Lebensmitteltechnologie NRW (ILT.NRW) werden Industrie 4.0-Konzepte mit Know-how aus dem Life-Science-Bereich zur Erreichung der Ziele zusammengeführt. Überdies ist das Projekt eng verzahnt mit dem Spitzencluster „it’s OWL“.


  • Koenig & Bauer AG
  • Wincor Nixdorf International GmbH
  • Ruhr-Uni Bochum, Lehrstuhl Eingebettete Systeme

 

 

 

 


gefördert durch: VDI Technologiezentrum DüsseldorfFörderkennzeichen: 13FH040PX5
Förderlinie: FH-ProfUnt (BMBF)
Ansprechpartner: Dr. rer. nat. Helene Dörksen , Prof. Dr.-Ing. Volker Lohweg
Mitarbeiter: Dr. rer. nat. Helene Dörksen , B.Sc. Mark Funk